Hessisch4fashion meets….ALMA FFM, feshe Streetwear made in Frankfurt

Hessisch4fashion meets….ALMA FFM, feshe Streetwear made in Frankfurt

 

Faire Streetwear und veganer Schmuck made in Hessen? Das gibt`s, und zwar bei ALMA FFM 🙂 Im Jahr 2013 gegründet steht das Frankfurter Label mit Sitz in Offenbach für minimalistische Eleganz, ganz viel Musik und unkonventionelles Design. Ich bin ein großer Fan von diesen Sachen, es ist eines meiner liebsten Labels aus der Heimat. Um so schöner, dass ich ALMA in ihrem Atelier in den Offenbacher Zollamtstudios besuchen durfte. Dort werkelt sie an vielen schönen Sachen, und so habe ich spannende Einblicke in ihre kreative Welt erhalten. Und hätte am liebsten alles mitgenommen). Doch seht selbst.”

 

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Man glaubt kaum, dass sich in dem recht verlassen wirkenden Gebäude der Zollamtstudios tatsächlich Arbeitsräume für Kreative finden. Schwer und einsam wirkt es. Doch sobald man durch die schwere Glastür eintritt und ein paar Treppen hinauf geht steht man mittendrin: Im Atelier von ALMA FFM. Das Label ist so etwas wie eine kleine Institution in der Frankfurter Fashion-Szene, das Design anders, funkelnd, echt – so wie die Frau dahinter selbst.

Der Kopf hinter dem Label 

Hinter ALMA FFM steht die heute 40jährige Alexandra Brückmann, die als gelernte Floristin und Dekorateurin schon früh ein Talent für die Komposition von schönen Dingen besaß.  Doch Schmuck und Mode selbst zu designen, wie kam das? “Es begann mit der Gründung eines ersten kleinen Labels mit dem Namen*by Shandy, für das ich bunte Broschen und Armbänder im Hippie-Look gestaltete und auf kleinen Märkten verkaufte. Mein Geschmack veränderte sich mit der Zeit, und ich wollte vor allem eins: anders sein als andere, mich abheben, zeitlose Sachen gestalten.”

 

 

​Die Geburtsstunde von ALMA FFM. Auf den Namen brachte sie ein Freund, der die Bezeichnung aus ihrem früheren Mädchennamen Malecki und ihrem Vornamen Alexandra ableitete – AL MA. All das geschah im Jahr 2013, gut fünf Jahre später hat sich einiges getan. Designt wird im gemieteten Atelier in den besagten Zollamtstudios, dass sich Alma (ja, sie wird auch privat so genannt) mit der Illustratorin Nicole Mehlich teilt. Beide Frauen inspirieren sich gegenseitig, und das sieht man dem Raum an. Links vom Eingang reihen sich zahlreiche Jacken und Shirts an einer Kleiderstange entlang, blickt man auf den schmalen Tisch gegenüber funkeln zahlreiche Schmuckstücke wie in 1000 und einer Nacht. Ich spüre sofort, dass hier ganz viel möglich ist, und noch mehr passiert.

Musik, Liebe und Schnaps? Gibt`s bei ALMA!

“Weißt du, ich mag es schlicht, ein wenig extravagant und lege Wert auf gute Materialien. All das findet sich in meiner Kleidung wieder”, erklärt mir Alma ihre Philosophie. Und das finde ich top, weil das meinem Empfinden von Mode nahe kommt. Massenware sucht man hier vergeblich, stattdessen gibt es kleine Serien und echte Einzelstücke. Die meisten Designs werden von Hand auf jedes Shirt aufgetragen – der Käufer erhält damit ein echtes Unikat.

 

 

Neben den verwendeten fair produzierten Textilien, die Alma von der Continental Clothing Company GmbH bezieht, die soziale Kriterien während des Produktionsprozesses einhält und regelmäßig von unabhängigen Organisationen wie der Fair Wear Foundation'(FWF) kontrolliert wird, stechen vor allem kleine Details hervor. Die feinen, oft humorvollen und immer inspirierenden Zeilen ihrer Stickereien greifen den aktuellen Zeitgeist auf, aber auch original Frankfurter Mundart. Wer ein “Musik, Liebe, Ebbelwoi” auf der Brust trägt, der kann stolzer kaum sein, in dieser Region zu leben.

Heimatliebe, ein bisschen Lokalpatriotismus und ganz viel Herz treffen bei ALMA FFM  zusammen. Um so toller, dass sie die Stickereien von einer kleinen Manufaktur in Hamburg angefertigten lässt. Das Label kann mit einem guten Gewissen geshoppt werden, und ist noch nicht einmal teuer. Ein T-Shirt gibt es bereits ab 35 Euro, Caps für 20 Euro und Hoodys ab 45 Euro. Super super.

 

 

 

Ein bisschen Gold und Silber, ein bisschen….

Mein persönliches Highlight aber ist der Schmuck. Wie einige von euch aus vorherigen Hessisch4fashion Storys wissen bin ich ein Fan von minimalistischen Ketten, Ringen und Armbändern. Bei ALMA FFM gibt es das in Hülle und Fülle. “Ich verarbeite reines Messing und Kupfer zu emaillierten Messingketten, die in ihrer Form einzigartig sind. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Auch beschichtete und geschwärzte Teile sind dabei. All das macht das Design zeitlos, elegant, doch ganz und gar nicht langweilig”, erklärt sie mir stolz und zeigt auf einen Bund goldig strahlender Ketten.

Ich für meinen Teil kann ihr da nur zustimmen. Minimalistisch ist ganz und gar nicht öde, und noch weniger kalt, wie ihr auf den Fotos sehen könnt. Es funkelt überall, und die herrlich filigranen Formen hübschen jedes Outfit auf. Toll, oder?

 

 

“Fair Fashion” statt “Fast Fashion”

An Almas Stücken stimmt einfach jedes Detail, vom Entwurf über das Rohmaterial bis zum fertigen Stück. “Ich mache mir viele Gedanken über Konsum und die Produktion in der Modebranche, und lege großen Wert auf fair produzierte Ware.” Neben der bereits erwähnten Verwendung von Textilien mit zertifiziertem Fair Wear Foundation Siegel achtet sie auf eine klimaneutrale Produktion durch Earth Positive, sowie die Verwendung von zertifizierter Biobaumwolle.

Ihre Schmuckmaterialien werden in der Türkei, Israel und Asien produziert, der Fokus liegt hierbei auf der Verwendung von nickelfreien Stoffen. “Zudem stehe ich in Kontakt mit unseren Produktionsbetrieben, denn das ist mir wichtig. Ich möchte meinen Kunden erklären können, wo die Sachen herkommen und wer sie umsetzt.”

 

 

 

 

​Cyber Monday? No way. 

Gemäß ihrer Fashion-Philosophie beteiligt sich Alma auch nicht am internationalen Verkaufswahnsinn von Veranstaltungen wie dem Black Friday oder Cyber Monday. “Ich kann diesen produktionstechnisch fairen Standard nur halten, wenn ich die Sachen ihrem Wert entsprechend verkaufe.” Ihre Stücke bietet sie im eigenen Online-Shop an, und an vielen Wochenenden im Jahr auf verschiedenen Märkten für Accessoires, Mode und Lifestyle. Darunter der Frankfurter Nightmarket, der Stijl-Markt in Mainz und Köln, sowie weitere bundesweite Events. Bei einem Besuch lernt man sie auch gleich persönlich kennen, und das lohnt sich.

 

 

Ausblick: Die BRUTAL-Kollektion 

Alma`s neuster Clou ist eine Kollektion, die Glitzer, Funkelei und coole Streetwear miteinander in Einklang bringt, und es dadurch so richtig krachen lässt: Einfach BRUTAL! Um was genau es sich dabei handelt und wieso ausgerechnet eine Hauswand sie dazu inspiriert hat, das verrate ich euch in einer exklusiven Streetstyle Story – online soon hier auf Hessisch4fashion. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier auf den Bildern.

 

 

So, und wenn ihr jetzt eure persönliche Dosis ALMA FFM erwerben möchtet, dann klickt euch in ihren Online-Shop. Aktuell gibt es dort für jede neue Newsletter-Neuanmeldung satte 15%!!! auf den ersten Einkauf. Mega, oder? Hier geht´s zum Alma Online-Shop. 

Und ich freue mich auf eine spannende Diskussion zum Thema Fast Fashion vs. Fair Fashion: Habt ihr euch schon mal mit diesem Thema auseinandergesetzt, oder interessiert es euch weniger, wo und wie eure Kleidung produziert wird?

 

Fotos von Annika List Fotografie & Film

Kate

Ich bin Kate, Content Creator, Social Media Strategin & ein echtes Wiesbadener Meedsche. Herzlich willkommen auf Hessisch4fashion, meinem kreativen (Mode)-Projekt made in Hessen.

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Avatar

    Cool, das Label kenne ich noch gar nicht. Werde mir die Webseite gleich mal anschauen, da ich immer auf der Suche nach neuen Sachen bin, die noch keiner hat. Weißt du, was der Schmuck kostet?

    LG, Andrea

    1. Hessisch4fashion

      Oh, klasse, das ich dich inspirieren konnte, liebe Andrea 🙂
      Was die Preise betrifft schau am besten direkt bei Alma, das ist am treffsichersten 🙂

      LG, Kate

  2. Avatar

    Liebe Kate!
    Mit dem Thema Nachhaltigkeit, Konsumverhalten, Fair-/Fast Fashion ….beschäftige ich mich bei den individuellen Beratungen meiner Kunden fast täglich. Ich bin der Meinung, jeder von uns kann einen Teil dazu beitragen, dass es auf der Welt fairer zugeht… ob bei Arbeitsbedingungen oder den Rohstoffen der Natur gegenüber. Ganz gleich, ob wir SecondHand shoppen oder Modelabels unterstützen, die fair produzieren… es ist eine bewusste Entscheidung. Und wir haben es in der Hand. Ja, es kann auch alles seine Vor- und Nachteile mit sich bringen, da möchte ich jetzt nicht näher drauf eingehen. Ich finde aber in erster Linie wichtig, bewusst zu shoppen… weg von dem Druck jeden Trend mitmachen zu müssen, weg von Must have Listen und sich von % nicht verleiten zu lassen. Lieber zu sehen wer man selber ist, seinen Kleiderschrank bestückt zu haben, mit Kleidung, die man wirklich trägt, mit allem kombinierbar ist und zu seinem persönlichen Leben passt.
    Bewusstes Auswählen, Rohstoffschonend denken… und am besten auf Qualität achten.
    Dank dir für die Vorstellung von ALMA 🙂

    1. Hessisch4fashion

      Hallo liebe Barbara,

      ich danke dir für deinen ausführlichen Beitrag, das Thema Fairfashion bzw. Slowfashion ist weitreichend, vielschichtig & spannend. Ich stimme dir vollkommen zu, das jeder von uns seinen Teil dazu beitragen kann und sollte. Sich informieren, “Bestehendes” kritisch hinterfragen, kleine Sachen ändern. Letzteres finde ich besonders wichtig, da bereits kleine Dinge eine große Wirkung haben können, und “zu viel” auf einmal überfordern kann bzw. schlichtweg nicht für jeden möglich ist. Geld spielt leider immer noch eine große Rolle, gerade in der Mode. Dazugehörige Diskussionen kennst du sicher auch von deinen Kunden.
      Ich sehe Hessisch4fashion bzw. den Blog diesbezüglich als Informationsmedium und freue mich, hier Labels wie Alma vorstellen zu können. Das gute Feedback, insbesondere auf Instagram zeigt mir, das Infos wie diese bei vielen Menschen ankommen und sie inspirieren, sich weiter zu informieren und sogar bei Designern wie Alma einzukaufen. Am Anfang ist es ein Shirt, eine Kette oder ein Ring…und irgendwann mehr. Ein bewusstes Heranführen an dieses Thema halte ich derzeit für die beste Variante, und durch gemeinsamen Austausch wie unseren wird`s vertieft 🙂

      Ich bin derzeit dabei, einen Fairfashion Guide mit Labels aus Hessen zusammenzustellen, um ihn hier zu teilen. Ist sicher auch für dich und deine Beratungstätigkeit interessant 🙂 Braucht noch etwas, aber kommt. Und in Sachen Modestorys habe ich ebenfalls ein paar nachhaltige Ideen bzw. plane eine kleine Challenge mit Schwerpunkt auf dem Kombinieren von bereits vorhandenen Kleidungsstücken. Das macht, gerade im Bereich Styling, einfach unglaublich Spaß.

      LG und bis bald, Kate

  3. Avatar

    Super schön und ausführlich geworden. Vielen Dank- ich freue mich such über jedes Feedback der Leser zu meinem Label 💕

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